Wachstum am Flughafen – Wohlstand für Bayern

Beim Zukunftsforum von MdB Stephan Mayer war eine starke Delegation der Burghauser CSU vertreten: Robert Oberbuchner, Andrea Asenkerschbaumer, Dr. Gerfried Schmid-Thrö, Martin Unterstaller, Bernhard Harrer, Maria Maier, Manfred Hofbauer, Gustl Geith und Gerhard Hübner.

hüG_20160202_831_Zukunftsforum
v.l.: Robert Oberbuchner, Andrea Asenkerschbaumer, Dr. Gerfried Schmid-Thrö, Bernhard Harrer, Maria Maier, Manfred Hofbauer und Gustl Geith

Hauptreferent des Abends war der Chef des Münchner Flughafens Dr. Michael Kerkloh. Die Burghauser CSU-Vertreter waren sich darin einig, dass der Bau einer 3. Startbahn, auch für die örtlichen Industrieunternehmen sowie den Mittelstand, unheimlich positive Folgewirkungen mit sich bringen

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 04. Februar 2016

PNP_20160204_Zukunftsforum

Zukunftsforum mit MdB Stephan Mayer und Dr. Michael Kerkloh zum Potenzial durch 3. Start- und Landebahn

München/Region. Potenzial und Chancen durch den Ausbau des Flughafens Franz Josef Strauß, nicht nur für die Wirtschaftsregion an Inn und Salzach, sondern letztendlich für Bayern und ganz Deutschland standen im Mittelpunkt des Zukunftsforums mit MdB Stephan Mayer (CSU) und dem Chef der Flughafen München Gesellschaft, Dr. Michael Kerkloh, am Dienstagabend im Altöttinger Gasthof „Zur Post“. Die Region an Inn und Salzach ist für den Flughafen im Erdinger Moos nicht nur mit Blick auf Kunden, sondern auch mit Blick auf die Gewinnung von Mitarbeitern interessant.

Dr. Kerkloh erläuterte im Vorfeld der ausstehenden Entscheidung über einen Bau der 3. Start- und Landebahn – wie mittlerweile in höchster juristischer Instanz genehmigt – den Stellenwert des Flughafens. Was noch fehlt, ist die politische Entscheidung zum Bau. Außerdem werde der Bau nicht aus Steuermitteln, wie gelegentlich befürchtet, sondern aus erwirtschafteten Geldern des Münchner Flughafens finanziert, erklärte der Chef in deutlicher Abgrenzung zu anderen Flughäfen, die von Subventionen oder Steuermitteln leben.

Dr. Kerkloh betonte nicht nur die Rolle des Airports als wirtschaftliches Tor Bayerns in die Wachstumszentren auf dem ganzen Globus, sondern auch den Stellenwert als Visitenkarte des Freistaats mit unverwechselbarem Char- me, als Airport, der mittlerweile durch beste Passagier-Bewertungen und Leistungsbewertungen weltweit höchstes Ansehen genießt.

Den gleichen Stellenwert attestierte auch Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU), der sich zugleich als klarer Befürworter eines Baus der geplanten 3. Start – und Landebahn bekannte. Anerkennung fand außerdem die Triebkraft von Franz Josef Strauß, der vor über 40 Jahren die Umsiedelung des Flughafens aus Riem und den Neubau im Erdinger Moos anschob. Mittlerweile sei die Zahl der Flugpassagiere um 242 Prozent gewachsen. München gehört heute zu den passagierstärksten Flughäfen Europas und hat sich erfolgreich als internationales Drehkreuz positioniert, das attraktive Direktverbindungen in alle Welt bietet.

Außerdem hat sich der Münchner Flughafen, der eigentlich weit abseits der Landeshauptstadt liegt, als erster und einziger „5-Sterne-Airport“ Europas etabliert und biete noch dazu über 32 000 Arbeitsplätze mit stetigem Wachstum. Die Effizienz des Münchner Flughafen zeige sich auch darin, dass er außer London Heathrow als einziger Airport Europas jährlich über 40 Millionen Passagiere bei nur zwei Bahnen, und das bei Einhaltung des Nachtflugverbotes, bewältigt. Und genau in dieser Effizienz stoße der Flughafen an seine Grenzen, erklärte Kerkloh. Denn die vom Gericht akzeptierten Prognosen sagen zunehmenden Luftverkehr und deutlich steigende Passagierzahlen voraus.

Die Einbindung in ein weltweites Netz von Drehkreuzflughäfen bedingt mit Rücksicht auf die Entfernungen und Zeitzonen bestimmte Stoßzeiten in der Vertaktung der Flüge. Das wiederum führt zu Warteschleifen, wenn die notwendigen Start- und Landekapazitäten nicht bereitgestellt werden. So gesehen verringere eine weitere Start- und Landebahn Warteschleifen und dadurch auch den von CO²-Ausstoß. Konkret würde die 3. Start- und Landebahn die maximal möglichen Flugbewegungen pro Stunde von 90 auf 120 erhöhen.

Der Gesamtflugverkehr in der Welt werde sich durch einen Verzicht auf eine 3. Start- und Landebahn in München keinesfalls reduzieren, sagte Dr. Kerkloh, nur die Wertschöpfung werde dann eben woanders stattfinden – nicht in Bayern, und nicht am Flughafen München, der auf höchste Effizienz- und Lärmschutz-standards setze.ede 

- Bernhard Harrer