Steindl dementiert Zusagen für Bauland

„In der Bauausschusssitzung wollte deshalb 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger wissen, ob es bereits Vormerkungen gebe und nach welchen Kriterien die Vergabe erfolgen soll. Die Vergabe müsse für Bürger objektiv nachzuvollziehen sein.“

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 10. November 2015

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Im Bauausschuss wurde klarer Kriterien-Katalog im zukünftigen Baugebiet gefordert

Burghausen. Gut sechs Hektar Bauland weist die Stadt an der Burgkirchener Straße zwischen der bestehenden Bebauung und der Gärtnerei Lauche aus. Der Notarvertrag für den Grunderwerb ist laut Bürgermeister Hans Steindl inzwischen unterschrieben. Bei der Aufstellung des Bebauungsplans arbeitet die Stadt mit dem Münchner Planer Franz Dirtheuer zusammen. Wie das Baugebiet aussehen soll, ist derzeit noch offen. Vom Geschosswohnungsbau bis hin zu Einzelhäusern ist alles denkbar, zudem wird es hier Möglichkeiten für weniger Betuchte geben. Während ansonsten die Quadratmeterpreise in Burghausen bei über 200 Euro liegen, soll es laut Steindl hier auch Flächen mit 80 bis 100 Euro geben.

Das schafft Begehrlichkeiten und so sind in der Stadtverwaltung schon einige Bürger vorstellig geworden und haben Interesse angemeldet. In der Bauausschusssitzung wollte deshalb 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger wissen, ob es bereits „Vormerkungen“ gebe und nach welchen Kriterien die Vergabe erfolgen soll. Die Vergabe müsse für Bürger objektiv nachzuvollziehen sein. Auch Stadtrat Hartmut Strachowsky forderte, einen Katalog mit klaren Kriterien zusammenzustellen, nach denen die Vergabe erfolgen soll. Und auch Stadtrat Norbert Stadler wollte bestätigt wissen, dass es noch keine „Vormerkungen“ gibt, aus denen Bürger dann einen Rechtsanspruch ableiten könnten.

Bürgermeister Hans Steindl sagte dazu, derzeit seien lediglich die Namen von Interessenten aufgenommen. Die so entstandene Liste sei noch völlig unverbindlich, es gebe noch keinerlei Zusagen. Der Bürgermeister stellte zudem heraus, es sei Ziel, nicht gleich das ganze Areal zu verplanen. Er wolle auch mit der Nachbargemeinde Mehring reden, ob diese im anschließenden Unghausen weiterplanen wolle. Denn in diesem Fall müssten Wasser- und Kanalleitungen schon für eine solche Weiterführung nach Mehring ausgelegt werden. Bis Februar/März soll es hier Klarheit geben, die gesamten Planungen sollen bis Mitte nächsten Jahres stehen.

Aus der zurückliegenden und abgeschlossenen Vergabe der Flächen an der Bachstraße hat die Stadt laut Bürgermeister eines gelernt: „Es springen immer wieder auch Leute ab.“rw 

- Christian Konnerth