Spritzige Sprünge am Wöhrsee

3. Bürgermeister Norbert Stranzinger setzt sich für neue Sprunganlage und Etablierung von „Splashdiving“ ein.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 05. Januar 2016

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Burghausen. In und um Burghausen hat sich abseits des großen Sportgeschehens in einer Nische eine kleine Szene begeisterter Turmspringer gebildet: Die jungen Leute, die sich ihr zugehörig fühlen, wollen eines – ihre Sprünge ins Wasser immer kunstvoller werden lassen und das in Begleitung eines Showeffekts. „Splashdiving“ heißt die Ausrichtung ihres Sports und bedeutet: Beim Auftreffen auf der Wasseroberfläche soll es möglichst ordentlich spritzen. Den Wunsch dieser Sportler formuliert der Burghauser Manuel Lindner: „Wir haben im Hallenbad exzellente Sprungbretter. Wir hätten auch im Freien gern bessere Bretter. Im Freibad sind dagegen gute Sprungbretter vor einigen Jahren durch härtere und schlechtere ersetzt worden, und die Bretter am Wöhrsee sind leider uralt und steinhart .“

Mit dem Wunsch nach besseren Sprungbrettern stößt Manuel Lindner bei 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger auf offene Ohren. Noch mehr: Stranzinger verspricht sich von neuen Sprungbrettern am Wöhrsee eine Aufwertung des Badesees. Er will in der heutigen Sitzung des Hauptausschusses deshalb den Antrag stellen, die jetzigen Sprungbretter am Wöhrsee durch neue und bessere zu ersetzen.

Damit will Norbert Stranzinger zugleich diese Sportart in Burghausen etablieren, eventuell sogar als eigene Abteilung im TV 1868, dessen Vorsitzender er ist. Für dieses Attraktivitätssteigerung rechnet er mit Gesamtkosten von 15 000 bis 20 000 Euro. Was die Sprunghöhe angeht, soll sich nichts ändern. Wie bisher würde es auch künftig zwei Bretter mit drei Meter und einem Meter geben. Weil diese aber viel besser federn, erlauben sie dem Könner Sprünge hoch hinaus. Anfänger, denen diese Federkraft zu hoch ist, können natürlich weiterhin auch ihre Sprünge machen. Sie springen einfach mit geringerer Kraft zuvor auf das Brett, das damit nicht die Katapult-Kraft entwickelt wie beim Könner.

Manuel Lindner erläutert: „Splashdiving entwickelt sich in Richtung Trendsportart. Es ist wie Turmspringen mit der Ausnahme, dass es bestimmte Landungen – die Splashdowns – gibt, deren Ziel es ist, möglichst viel zu spritzen. Je mehr Salti und Schrauben man vorher macht, desto höher fällt die Punktzahl für den Sprung aus. Wenn wir springen, schauen auch immer viele Kinder zu, die sich von uns gern Tricks abschauen.“

Norbert Stranzinger könnte sich auch vorstellen, eventuell einen Wettbewerb nach Burghausen herzuholen. Von Manuel Lindner hat er bereits die Zusage, für eine Eröffnungsshow mit neuen Brettern mehrere Leute zu organisieren. Lindner betont: „Unter anderem habe ich die Zusage vom Weltmeister, der aus Waldkraiburg kommt und im Winter im Burghauser Hallenbad trainiert.“ rw 

- Christian Konnerth