Seit 25 Jahren wird gemeinsam gefeiert

Dritter Bürgermeister Norbert Stranzinger gratulierte in seiner Ansprache zum 50. Bestehen der Vereinigung und lobte die freiwilligen Helferinnen und Helfer. Insbesondere die Fam. Linnner. Die wunderschön gestaltetete vorweihnachtliche Messe wurde von Domkapitulatar Ertl und Pfarrer Schauer zelebriert. Seniorenreferent Gerhard Hübner war ebenfalls vor Ort. Lisa Hübner organisierte die Veranstaltung mit.


Norbert Stranzinger (r.) und stellv. Landrat Stefan Jetz (m.) im Gespräch mit den Gästen (Foto: Gerhard Hübner)

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 12. Dezember 2016

50. Zusammenkunft für Menschen mit Behinderung in der Kirche St. Johann und im Pfarrheim

Burghausen. Am vorvergangenen Wochenende hat im Pfarrzentrum St.Konrad das alljährliche Adventstreffen für Menschen mit Behinderung, sowie für Langzeitkranke und deren Angehörige, Betreuer und Freunde stattgefunden. Nur dieses Mal war es ein Besonderes: Die besinnliche Zusammenkunft für gehandicapte Personen konnte den 25. Geburtstag feiern. Da in der Osterzeit ebenfalls eine ähnliche Veranstaltung durchgeführt wird, war es mittlerweile die 50. Zusammenkunft. Es feierten viele Bürgermeister benachbarter Gemeinden, Seniorenreferenten, Diözesanratsvorsitzende Luise Hell, Diözesanratsvorsitzender Wolfgang Beier, vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund Max Mitterer und der Leiter des Gehörlosen-Senioren-Stammtischs Matthias Marx mit.

Den Gottesdienst zelebrierten Domkapitular Manfred Ertl aus Passau und Dekan Heribert Schauer gemeinsam, wobei Hubert Linner die Lesung vortrug und Martha Linner die Fürbitten sprach. Zusätzlich übersetzte der Gemeindereferent und Gehörlosenseelsorger Peter Glaser aus Traunstein einer immer größer werdenden Schar an Gehörlosen die Texte in Gebärdesprache. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Bauernchor Altötting unter der Leitung von Christa Hager.

Gleich nach der Messe überreichten Mehrings Pfarrgemeinderatssitzende Gertraud Stadler einen Blumenstock und Domkapitular Ertl einen hölzernen Engel an Martha Linner. Des Weiteren hatte 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger eine Geldzuwendung im Namen der Stadt Burghausen und Dekan Schauer ein Präsent beim gemütlichen Teil im Pfarrsaal dabei.

Die Organisatorin dankte wiederum ihren Helfern und Unterstützern und zeigte sich sehr erfreut über den zahlreichen Besuch. Überwältigt von den Geschenken merkte sie ganz bescheiden an, dass es „mir am wichtigsten ist, dass es euch Besuchern gut gefällt und es euch hier gut geht.“
Im Anschluss waren alle Gottesdienstbesucher in den Pfarrsaal der Pfarrei St.Konrad eingeladen. Dort wurden sie vom bewährten Team Christina Ambros, Rita Bauer, Angelika Foh, Johanna Fürst, Gitti Haase, Elisabeth Hübner, Anni Meißner, Katharina Pasynkow, Renate Reisaus, Ursula Ribesmeier und Renate Simonis mit Kaffee, Tee und Punsch, leckeren Plätzchen und Stollen verwöhnt und damit auf die Weihnachtszeit eingestimmt.

Drei Fragen an …… Hauptorganisatorin Martha Linner:

Was hat denn den Auslöser gegeben alljährlich diese österliche und weihnachtliche Zusammenkünfte für Menschen mit Behinderung und Langzeitkranke auszurichten?
Martha Linner: Ich habe bei der Fraternität in Eggenfelden-Gern ein solches Treffen miterlebt und mir dann gedacht, so etwas müsste es auch bei uns geben. Ilse und Heribert Gabriel – die Leiter der Fraternität Gern – haben mich in diesem Vorhaben bestärkt und in der Anfangszeit sehr unterstützt.
Welche der 50 durchgeführten Feiern ist Ihnen als die Schönste in Erinnerung geblieben?
Linner: Alle Treffen waren für mich schön, ist es doch jedes Mal anders und immer ist da ein Punkt der neu und besonders ist. Herausragend waren die Feier im Jahr 2002 mit unserem mittlerweile verstorbenen Herrn Altbischof Franz-Xaver Eder und im Jahr 2005 mit dem Chor der singenden Hände.
Wie lange werden Sie diese Feiern in der Kirche denn noch organisieren?
Linner: Solange es meine Gesundheit erlaubt und ich immer wieder Menschen finde, die mich dabei unterstützen, werde ich diese Treffen weiter organisieren. Freuen würde es mich, wenn sich jemand Jüngerer finden würde, der dies in der bisherigen Form fortführt.

Lisa Hübner (l.) organisierte die Veranstaltung mit

- Christian Konnerth