Rassige Schönheiten in der Messehalle

Dritter Bürgermeister Norbert Stranzinger nimmt an der Eröffnung der Bezirksschau der Oberbayerischen Rassekaninchenzüchter teil.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 16. November 2015

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Bezirksschau der Oberbayerischen Rassekaninchenzüchter mit fast 1000 Tieren

Burghausen. Strahlende Kinderaugen und viel Fachpublikum gab es bei der Bezirksschau der Oberbayerischen Rassekaninchenzüchter am vergangenen Wochenende in der Messehalle. Jung und alt bewunderte die große Vielfalt an Rassen und Farben bei rund 980 Kaninchen in den Ausstellungskäfigen. Besonders die Kinder hatten ihre Freude an den herzigen „Hasi“ – wobei bei einigen Rassen wie den über acht Kilogramm schweren Deutschen Riesen von Hasi keine Rede mehr sein konnte.

Ob groß oder klein, sie mümmelten in ihrer gemütlich mit Heu und Stroh gepolsterten Zweitwohnung entspannt vor sich hin und ließen sich kaum aus der Ruhe bringen. 70 Rassen in allen Größen und Farbschlägen sieht man nicht alle Tage. So kamen auch zahlreiche Kaninchenfreunde aus der ganzen Region Ober- und Niederbayern und dem angrenzenden Österreich und wanderten mit Kennerblick die Käfigreihen entlang. Züchter aus 70 Vereinen hatten ihre besten Tiere auch zur Bewertung gebracht und die Bezirks- und Vereinsmeister wurden von 18 Preisrichtern nach strengen Kriterien ermittelt.

Die Vorbereitung, Organisation und Betreuung der Schau war eine Herkulesaufgabe für den Bezirksverband Oberbayern und den „Kleintierzuchtverein Burghausen und Umgebung“. Der örtliche Gastgeberverein mit Vorsitzender Christine Schuster und zahlreichen Helfern richtet zwar jedes Jahr eine eigene Ausstellung aus, die Bezirksschau war aber schon ein paar Nummern größer. Allein die Fütterung und Käfigpflege der schon am Mittwoch eingelieferten Tiere nahm jeden Morgen einige Stunden in Anspruch.

Bezirksvorsitzender und Ausstellungsleiter Josef Bründl sagte bei der Eröffnung am Samstag, man habe versucht eine sehenswerte Schau zu bieten und Einblick in das schöne Hobby und die züchterische Leistung zu geben; Züchter und Gäste sollten zufrieden nach Hause gehen. Er dankte vor allem der Stadt Burghausen mit Bürgermeister Hans Steindl an der Spitze für die Überlassung der Halle, dem Burghauser Verein für die viele Mühe und allen Mitarbeitern und Helfern.

Christine Schuster stellte in ihrem Grußwort ebenfalls den Dank an die Stadt Burghausen in den Mittelpunkt, in der Messehalle konnten die Tiere komfortabel untergebracht und schön präsentiert werden. Pfarrer Josef Stemplinger sprach ein kurzes Gebet und segnete Menschen und Tiere.

Stellv. Landrat Horst Krebes gratulierte im Namen des Landkreises zur umfangreichen Schau und sagte: „Wenn jemand gut zu Tieren ist, ist er auch ein guter Nachbar und Mitmensch.“
Bürgermeister und Schirmherr Hans Steindl fand großen Gefallen an der Ausstellung und lobte die Organisatoren und Helfern. Er berichtete von einer langen Verbindung und guten Zusammenarbeit mit dem örtlichen Kleintierzuchtverein und stellte das große Engagement der Vorsitzenden und ihrer Mitarbeiter heraus.

Am Tag zuvor hatte Christine Schuster mit Vorstandskollegen schon nahezu 80 Senioren der Arbeiterwohlfahrt, darunter 20 Rollstuhlfahrer, sowie rund 250 Kinder aus den Burghauser Kindergärten und dem Hort durch die Ausstellung geführt und allen damit eine große Freude bereitet. Es ist immer wieder schön zu beobachten, wenn sich die Kinder vom Fleck weg in die Kaninchen verlieben und gleich eins mitnehmen wollen. Jedes hat dann einen anderen Favoriten: Blaue und weiße Wiener, rote Neuseeländer und Kalifornier, Thüringer, Alaska und Havanna, Holländer, Sachsengold, Englischeschecke Weißgrannen, Kleinchinchilla, Hermelin und Farbenzwerge und viele andere mehr. Die Rassekaninchenzucht kann deshalb als praktizierter Tier- und Naturschutz betrachtet werden, weil hier vom Aussterben bedrohte Rassen nachgezüchtet werden. mk  

- Christian Konnerth