Raitenhaslachs harte Männer zeigen sich extrem wetterfest

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Dritter Bürgermeister Norbert Stranzinger (r.) gratuliert den Organisatoren Josef Weindl (m.) und Andreas Messmer (l.) zum erfolgreichen Aufrichten des Maibaums (Foto: Gerhard Hübner)

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 03. Mai 2016

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Das Aufstellen das Maibaums wurde zu einer nassen Angelegenheit – Viele Besucher verließen vorzeitig das Gelände – Der harte Kern blieb

Burghausen. Mehr als 1000 Leute hatten sich rund um den Maibaumplatz in Raitenhaslach eingefunden, um fröhlich das Aufstellen des Baumes zu feiern. Die Essens- und Getränkestände hatten alle Hände voll zu tun. Steaksemmeln, Steckerlfische und viele andere deftige Speisen warteten neben 5o selbstgemachten Kuchen auf ihre Genießer.

Die grüne Wiese war noch trocken, als Sepp Weindl die ersten Kommandos zum Maibaumaufstellen gab. Riesig war das edle „Ungetüm“, das von den kräftigen Männern in die Höhe gestemmt werden musste. 32 Meter hoch und 1,4 Tonnen schwer ist der diesjährige Maibaum. Dieser hatte zuvor schon eine gewaltige Reise hinter sich, war er doch zuerst gestohlen, dann wieder entdeckt und heimgebracht, schließlich nochmals geklaut und schließlich wieder zurückerobert worden. Das hat es in der langen Tradition noch nie gegeben.

Gegen 13 Uhr gingen die ersten „Schübe“ über die Bühne. Die Freiwillige Feuerwehr als Gastgeber dieses Festes hatte alles perfekt organisiert. Nur das Wetter machte, was es wollte. Die Wolken wurden um 14 Uhr immer dichter. Schließlich begann es zu regnen. Viele Zuschauer verharrten zunächst, weil sie fest mit dem Ende des Schauers rechneten. Bis auf eine kurze Pause regnete es allerdings durch. Schließlich machten sich viele Gäste wieder auf den Heimweg. „Das habe ich seit ich in Raitenhaslach Pfarrer bin, so noch nicht erlebt“, bedauerte Alt-Pfarrer Franz Aicher. Bürgermeister Hans Steindl referierte über die neue Rolle des Klosters und wurde auch von Moderator Martin Hammerl ein wenig wegen der Mauer angeschossen, die die Stadt der Feuerwehr vor die Nase setzte. „Wir bauen dort Mauern, wo es mit dem Denkmalschutz abgestimmt ist“, antwortete Steindl.

Nachdem der Regen immer mehr zunahm, flüchteten sogar die Georgsbläser von der Bühne und brachten ihre Instrumente in Sicherheit. In einer kurzen Trockenperiode spielten die Musiker nochmals auf. Gegen 16 Uhr war es dann vollbracht. Insgesamt waren vielleicht noch 300 Leute da, die kräftig applaudierten, als der Maibaum endlich stand. Dazu servierten die Georgsbläser den Defiliermarsch und die Bayernhymne. Derweil schlüpfte Stefan Niedermeier, Vorstand des Almenrausch Lindach, in seine Lobbyisten- Rolle und führte Bürgermeister Hans Steindl in den alten Pferdestall. „Das wäre doch ein optimaler Platz für einen Raum der Vereine. Dann könnte man bei einem solchen Wetter ausweichen. Wir in Burghausen haben ja die Messehalle.“ Der Bürgermeister antwortete, es gebe bereits Ansätze für einen solchen Umbau des Objektes. Ab 16 Uhr räumten die ersten der über 100 freiwilligen Helfer bereits auf. In der Turnhalle führten unterschiedliche Gruppen etwas auf. Dort war auch ein kleiner „Spielplatz“ aufgebaut. Als Hommage an die Feuerwehr tanzte der Kindergarten das Feuerwehrlied.uli  

- Christian Konnerth