Nach sechs Jahren: der Aufzug kommt

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch über einen Zuschuss abgestimmt. Der Antrag des 3. Bürgermeisters Norbert Stranzinger den Aufzug drei Stufen tiefer anzulegen wurde übernommen. Die Stadt Burghausen beteiligt sich mit insgesamt 30.000 € am Bau. Stranzinger bemängelte allerdings bei der Planung, dass der Landkreis und die Stadt Burgkirchen ihre Zuschüsse noch nicht zugesagt haben – womit unklar ist, wie hoch diese ausfallen.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 11. Dezember 2015

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Bauarbeiten für den Aufzug zur Wallfahrtskirche Marienberg haben begonnen – Stadtrat beschließt Zuschuss

Burghausen. Ein langes Kapitel geht zu Ende: Nach sechs Jahren Tauziehen um einen Aufzug zur Wallfahrtskirche Marienberg, haben nun die vorbereitenden Bauarbeiten begonnen. Der Aufzug wird seitlich an der Kirche entstehen. Es sind nur wenige Stufen hinauf, doch für manche, gerade für ältere Menschen, stellen diese ein unüberwindbares Hindernis dar. So sieht es jedenfalls die Pfarrgemeinde und will deshalb schon seit Jahren einen kurzen Personenaufzug bauen. Immer wieder sind neue Pläne gemacht und aus Denkmalschutzgründen wieder verworfen worden. Nun steht ein Plan, der von der Stadt genehmigt ist. Insgesamt rund 200 000 Euro soll das Bauvorhaben kosten. Auch die Diözese hat den Antrag bereits genehmigt und wird 65 Prozent der reinen Baukosten übernehmen.

Seit Kurzem sind nun vorbereitende Arbeiten in Marienberg im Gange. Eine aufgelassene Abfallgrube, auf der der Aufzug entstehen soll, wurde bereits abgebaut. Es wurden Bodengutachten über die Geländebeschaffenheit ausgeführt, die keine Schadstoffbelastung ergeben, wie Kirchenpfleger Erich Henghuber mitteilt. Jedoch stellte sich heraus, dass es eine aufwendige Sicherung der Friedhofsmauer braucht, um die Standfestigkeit der Mauer zu gewährleisten. Durch diese Maßnahme wird der Kostenrahmen, der ohnehin schon eng ist, „erheblich“ belastet, wie Henghuber sagt. „Die derzeitige Sicherung durch eine Verschalung war notwendig, damit ein Absenken der Friedhofsmauer bis zum Baubeginn unterbunden wird.“ Baubeginn für den Aufzug ist im März 2016 geplant.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch über einen Zuschuss abgestimmt. Zunächst ging es dabei um 20 000 Euro für den Aufzug an sich. Neben dem Anteil der Diözese kommt ein Teil des Geldes aus Eigenleistung der Pfarrei, die außerdem Zuschussanträge an den Landkreis und die Stadt Burgkirchen stellt. Die Stadträte hakten hier jedoch nach: Mit 20 000 Euro sei es nicht getan, so Hartmut Strachowsky. Denn es kommen noch Kosten hinzu beim Umbau der Zufahrt, woran sich die Diözese nicht beteiligen werde.

Norbert Stranzinger wies außerdem darauf hin, dass auf Anregung der Stadt der Aufzug drei Stufen tiefer angelegt werde. So ist die Zufahrt weniger steil und bleibt unter sechs Prozent Gefälle, was als behindertengerecht gilt. Die Kosten für die weitere Absenkung belaufen sich auf rund 20 000 Euro, wofür die Stadt 10 000 Euro zuschießen wird. Insgesamt 30 000 Euro genehmigte der Stadtrat somit einstimmig. Norbert Stranzinger bemängelte allerdings bei der Planung, dass der Landkreis und die Stadt Burgkirchen ihre Zuschüsse noch nicht zugesagt haben – womit unklar ist, wie hoch diese ausfallen.

Ebenfalls unbesprochen bleibt die Frage, wer die Kosten für den Umbau der Zufahrt übernehmen wird. Dies sei, so Steindl, Aufgabe der Stadt hinsichtlich der Verkehrssicherung. „Wir brauchen hier gute Wendemöglichkeiten“, so der Bürgermeister. Bei einem Ortstermin im Sommer war hier von 30 000 Euro die Rede, was aber niedrig angesetzt sein dürfte.cts 

- Christian Konnerth