Lange Diskussion um einen kurzen Radweg

CSU-Stadtrat Gerfried Schmid-Thrö kritisierte, dass die Fahrbahn zu schmal werde und darüber hinaus völlig unklar sei, wo der Radweg dann weitergehen soll. Die CSU plädierte dafür, das Anliegen zunächst zurückzustellen und erst einmal durchzuplanen. Doch 14 Stadträte und damit die Mehrheit stimmten für die Umsetzung des Vorhabens.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 15. Januar 2015

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Stadtrat entscheidet für einen weiteren Radweg-Abschnitt in der Robert-Koch-Straße

Burghausen. Ein geplanter Radweg in der Robert-Koch-Straße zwischen Anton-Riemerschmid- und Unghauser Straße hat im Stadtrat eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Die CSU sah die Angelegenheit als noch nicht entscheidungsreif an.

Der Radweg soll dort verlängert und die vorhandenen Parkplätze neu als Schrägparkplätze angelegt werden. Doch CSU-Stadtrat Gerfried Schmid-Thrö kritisierte, dass so die Fahrbahn zu schmal werde und darüber hinaus völlig unklar sei, wo der Radweg dann weitergehen soll. Die CSU plädierte dafür, das Anliegen zunächst zurückzustellen und erst einmal durchzuplanen. Gegenwind kam hier unter anderem von Bürgermeister Hans Steindl. Er sah die verbleibende Straßenbreite von 6,30 Meter als ausreichen an. Radfahrer hätten zudem Alternativwege in Burghausen zur Verfügung. „Das Radnetz muss hier nicht lückenlos sein.“

Um eine breitere Fahrbahn zu ermöglichen, kam auch der Vorschlag, ein Halteverbot auf der anderen Straßenseite einzuführen. So hätten Autofahrer genug Platz, um aus beiden Richtungen in die Schrägparkplätze einzuparken. Auch dies stieß nicht auf große Gegenliebe bei den Stadträten: Man verliere so zu viele Parkplätze, kritisierten unter anderem die Stadträte Rupert Bauer oder Norbert Stadler. Steindl wies darauf hin, dass man die Halteverbots-Schilder bei Bedarf jederzeit wieder entfernen könne.

14 Stadträte und damit die Mehrheit stimmten schließlich für den Vorschlag: Der Radweg von der Robert-Koch-Straße 75 bis zur Unghauser Straße wird gebaut. Die Stellplätze werden nach hinten verlegt und als Schrägparkplätze angelegt. Auf der anderen Straßenseite gilt ein Halteverbot. cts 

- Christian Konnerth