Kein Sprung-Spaß am Wöhrsee

50 Zentimeter fehlen für Splashdiving am Wöhrsee. „Das geht am Wöhrsee nicht“, lehnt Bürgermeister Steindl (SPD) den Vorschlag des 3. Bürgermeisters Norbert Stranzinger ab.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 08. Januar 2016

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Burghausen. Dieser Traum ist ausgeträumt, bevor er überhaupt richtig begonnen hat: Eine Gruppe junger Burghauser hätte gern die Sportart „Splash Diving“, also Turmspringen mit Show-Effekt, am Wöhrsee etabliert. Dritter Bürgermeister Norbert Stranzinger setzte sich für die Sportler ein und versprach sich von neuen Sprungbrettern eine Aufwertung des Badesees.

Im Hauptausschuss am Dienstag brachte er das Anliegen vor, das von Bürgermeister Hans Steindl aber nachdrücklich abgelehnt wurde. „Das geht am Wöhrsee nicht“, beschied der Bürgermeister ohne Umschweife. Für Schwungbretter, die den Springer noch einige Meter höher katapultieren, benötige man eine Wassertiefe von 3,80 Meter, so Steindl. Im Wöhrsee habe man 3,30 Meter. „Wären die Leute, die das wollen, zu mir gekommen, hätte ich ihnen das gleich sagen können.“ Denn tatsächlich habe es schon einmal eine solche Anfrage gegeben. Die Bäderleitung habe die Möglichkeiten geprüft, es habe sogar Ausbaggerungen gegeben. Doch selbst dann war das Wasser noch nicht tief genug. Man könne ja schlecht die Lehmschicht unter dem See wegbaggern, so Steindl. Man habe die Sprungtürme bewusst mit weniger federnden Brettern ausgestattet. „Im Hallenbad sind Schwungbretter, dort dürfen die Leute springen, auch wenn das die Lebenszeit der Bretter verkürzt.“

Zudem müsse bei einer Nutzung des Sprungturms auch immer ein Schwimmmeister die Aufsicht haben, was am Wöhrsee nicht ohne zusätzliches Personal machbar wäre. Kurzum: „Splashdiving“ wird es Wöhrsee nicht geben. cts 

- Christian Konnerth