Jugendliche zeigen ihr Burghausen

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Mein! Burghausen“ im Haus der Fotografie präsentierten Schüler des Aventinus Gymnasiums ihre originellen Ideen. Wen wundert es? Burghausen bietet ein reichhaltiges Angebot an Fotomotiven für ein derartiges  Projekt. Bei der Eröffnungsfeier konnten sich der 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger und Graphiker Jörg Schmitzberger über die gelungenen Arbeiten der jungen Künstler sprichwörtlich ihr eigenes Bild machen. Die Ausstellung ist noch bis zum 1.November zu sehen. Es lohnt sich: „ so Stranzinger“.

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v.l.: Norbert Stranzinger (3. Bürgermeister) und Jörg Schmitzberger (Vorstandsmitglied der CSU Burghausen) zeigten sich begeistert von der kreativen Leistung der Schüler.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 21. Oktober 2015

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Ausstellung der AVG-Schüler im Haus der Fotografie eröffnet – Originelle Ideen und jedes Bild zum Mitnehmen

Burghausen. Gut gefüllt mit neugierigen Vernissagebesuchern waren die Ausstellungsräume am Freitagabend im Haus der Fotografie. Schließlich hatten gleich 17 Künstler geladen: Das P-Seminar Kunst des Burghauser Aventinus Gymnasiums präsentierte das Ergebnis des Projekts „Mein! Burghausen.“ Zielsetzung war, aus der Sicht jedes Einzelnen den Facettenreichtum der Salzachstadt zu zeigen. Und dies ist den Schülern auf originelle Weise gelungen.

Da steigt der Besucher über Pfützen am Boden, in denen sich Viviana Salazar spiegelt, findet sich auf dem Schulweg von Magdalena Rasp von Engelsberg nach Burghausen wieder, steht mit Raphael Schmitzberger und den Crusaders Footballern auf dem Spielfeld in St. Johann oder spaziert mit Hannah Chroboczek und ihrem Hund an der Salzach entlang.

Die abwechslungsreiche Ausstellung zeigt den Bürgerplatz im Wandel der Jahreszeiten oder drei Grazien im Abendkleid auf einem fürstlich gedeckten, massivem Holztisch mit dem Titel „(Just) a common morning“ am Wöhrsee. Auch ein kleiner zugemüllter Schreibtisch mit Zigarettenstummeln, Kaffeeflecken und Brotresten ist unter dem Titel „Mein Konsum“ zu sehen. Paulina Dieters hat 61 Burghauser Türen abgelichtet und über die gesamte Länge des Ausstellungsraums wie Perlen auf einer Schnur aufgefädelt.

Auch eine Installation aus Papiertüten, die wiederum Bilder zeigen, auf denen sich Schülerin Lisa mit der Tüte über dem Kopf an unterschiedlichsten Orten in Burghausen befindet, baumelt im Raum. Es gibt viel zu entdecken. Lehrerin Sigrid Klima bedankte sich bei der Leiterin vom Haus der Fotografie, Ines Auerbach, für den Mut, die Ausstellung als Sonderschau zwei Wochen „in diesem renommierten Haus“ zu zeigen. Auerbach war die Ideengeberin für die Projektarbeit.

Auch die Kunsthistorikerin zeigte sich beeindruckt, wie die 16 Schüler und ein Lehrer gemeinsam am Ende das Kunstprojekt zu so einem sehenswerten Abschluss brachten. Lehrer Martin Gleixner beteiligt sich mit zwei Bildern „Ohne Titel“ an der Ausstellung und unterstützte seine Kollegin Sigrid Klima bei den Vorbereitungen.

Auch Schulleiter Dr. Günther Zahn und weitere Lehrerkollegen sowie viele stolze Eltern, Geschwister, Freunde der Künstler und Kunstinteressierte waren zur Ausstellungseröffnung gekommen. Die 2. und 3. Bürgermeister, Christa Seemann und Norbert Stranzinger, machten sich gleich am Eröffnungsabend selbst ein Bild von „Mein! Burghausen“ und kamen zu dem Urteil: „Eine beeindruckende Leistung mit tollen Ideen.“ Eine Idee ist, dass die Besucher alle Arbeiten in Form von Postkarten aufgefädelt auf einen Karabiner mit nach Hause nehmen können.köx 

Die Ausstellung ist noch bis 1. November im Haus der Fotografie zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag/Feiertag 10 bis 18 Uhr.

- Christian Konnerth