Gefahr im Verzug für den Weinberg

Der Burghauser Weinberg ist eine Attraktion, die seines Gleichen sucht. Die Burghauser Bürger sind stolz „Ihren eignen Wein“ zu haben. Alle sind glücklich:  besonders die Weinbauern, die das Burghauer Gwax hegen und pflegen. Nun soll die friedliche Idylle gestört werden. Die organisierten Winzer sehen eine Konkurrenz. 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger brachte den Sachverhalt in der letzten Stadtratssitzung zur Sprache. Er meinte:“ Wir müssen uns geschlossen gegen einen solche Bürokratie wehren“! Wir haben derzeit sicher andere Probleme, als den minimalen Weinbau am Burghang zu verbieten, so Stranzinger.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 21. Oktober 2015

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Weinbauern-Verbände sehen Konkurrenz im Burghauser Gwax

Burghausen. Der Weinberg, betrieben von den ehrenamtlichen Winzern des Siedlervereins, ist in Gefahr geraten. Denn diese ungeregelte und ergo ins Anarchische reichende Form des freien Weinanbaus ist den in Verbänden organisierten Winzern aufgestoßen. Sie, die zur Produktion amtlich zugelassener Traubensorten mit diversen EU-Regeln leben und auskommen müssen, sehen in dem Burghauser Treiben offensichtlich einen schlimmen Präzedenzfall und noch mehr eine unliebsame Konkurrenz, wie Bürgermeister Hans Steindl in der vergangenen Stadtratssitzung auf Intervention von 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger bestätigte.

„Dagegen müssen wir uns wehren“, forderte Stranzinger zum Widerstand gegen die Drangsal der Verbände auf. Steindl sah die Gefahr für die Burghauser Weinproduktion nicht so schlimm. Der Wein werde ja nicht verkauft. Dem Vorwurf unliebsamer Konkurrenz könne zudem am besten dadurch begegnet werden, dass weniger Wein verschenkt, dafür bei städtischen Veranstaltungen getrunken werde. Das nahmen die Stadträte mit schmunzelndem Lächeln gern zur Kenntnis.rw 

- Christian Konnerth