Für bessere Akustik: Schauspieler mit Mikros

Fraktionssprecher Paul Kokott sprach sich dafür aus, Stadtratssitzungen wie einst auch so vorgesehen nicht nur im Helmbrechtsaal, sondern auch im Bürgersaal in der Neustadt zu halten.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 18. Februar 2016

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Stadtrat gibt Planung für Stadtsaal-Umbau frei

Burghausen. Der Stadtrat hat die Planungen für den Umbau des Stadtsaals freigegeben. Schwerpunkt dabei wird die Bühne und deren technische Ausstattung sein. Die Planungen dazu hat das Technikteam der Stadtverwaltung selbst gemacht. Wie Bürgermeister Hans Steindl in dem Zusammenhang mitteilte, wird Dominique Soldner Nachfolger des bisherigen Stadtsaal-Hausmeisters Helmut Bernwinkler.

„Die Akustik ist für die Leute am wichtigsten“, stellte Stadträtin Sabine Bachmeier heraus und drückte den Wunsch aus, dass das künftig deutlich besser wird. Denn immer wieder beklagen Besucher der hinteren Sitzreihen bei Schauspielen, dass sie die Darsteller kaum verstehen können. Bürgermeister Hans Steindl sah dieses Problem weniger gravierend. Die Akustik werde zwar besser. Aber was stehe dagegen, dass die Schauspieler Mikrofone am Körper tragen, wie es auch bei Fernsehübertragungen üblich sei. „Wir sollten mit den Bühnen darüber verhandeln und solche auswählen, die auch Mikrofone verwenden“, so Steindl.

„Das Hören beginnt mit dem Sehen“, sagte Stadtrat Norbert Stadler und forderte eine bessere Sicht im Saal, die durch entsprechendes Postieren der Stuhlreihen ermöglicht werden könnte. „Dann bliebe auch einmal Platz, um bei einer Veranstaltung Musiker vor der Bühne zu postieren.“ Zu prüfen sei auch, ob sich die Statikprobleme lösen lassen und in einem zweiten Schritt die Zuschauerreihen neu und besser gemacht werden könnten. Zudem sollte auch der Helmbrechtsaal nicht vergessen werden.

Bei diesem Saal will der Bürgermeister jedoch alles so belassen: „Wir haben die Gruppen befragt, die ihn nutzen, und die wollen keine Veränderungen.“ Der Bürgermeister erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass die Stadt auch ein Mitnutzungsrecht von 20 Prozent im Kloster Raitenhaslach habe und dort Räume belegen werde.

Stadtrat Paul Kokott sprach sich dafür aus, Stadtratssitzungen wie einst auch so vorgesehen nicht nur im Helmbrechtsaal, sondern auch im Bürgersaal in der Neustadt zu halten. Zwei Jahre sei es her, dass es dort eine Sitzung gegeben habe. Der Bürgermeister sicherte zu, im Wechsel auch den Bürgersaal dafür einzuplanen.rw

- Christian Konnerth