Freie Hand für Greiwing

Stadtrat Paul Kokott nannte es verständlich, dass ein Unternehmen angesichts der hohen Investitionssumme die Sicherheit mitkaufen will, eine Erweiterungsmöglichkeit zu haben. Stadtrat Bernhard Harrer hielt nichts davon, in die Planung des Unternehmens eingreifen zu wollen. Was ökologische Auflagen betrifft, so nannte er eine Vorgabe, das Dach zu begrünen , lächerlich.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 15. November 2016

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Voranfrage für Bau am Terminal ist im Stadtrat durch

Burghausen. Mit Gegenstimmen der beiden Grünen-Stadträte Gunter Strebel und Stefan Angstl hat der Stadtrat die Bauvoranfage der Logistikfirma Greiwing positiv beschieden und dem Unternehmen damit Baurecht gesichert.

Bürgermeister Hans Steindl ging bei der Projektvorstellung in Sachen Investitionssumme noch einmal nach oben. „Jede der beiden Firmen (auch der noch in Kastl angesiedelte Logistiker Schmidt will hier ja bauen) wird hier zehn bis 20 Millionen Euro investieren“, stellte der Bürgermeister heraus. Beide planen auf der gefällten Waldfläche neben dem Güterterminal und wollen natürlich auch eine Erweiterungsoption, so Steindl. Betroffen sind damit zehn bis zwölf der insgesamt 25 Hektar großen Fläche, die an die Dienstleister verpachtet werden. In einigen Wochen erwartet die Stadt auch den ersten Entwurf der Firma Schmidt.

Die Grünen versagten ihre Zustimmung nicht deshalb, weil sie gegen die Ansiedlung waren, sondern sie hätten jetzt Greiwing nicht die geforderte Grundstücksgröße überlassen, sondern weniger – um noch Verfügungsmasse für künftige Entwicklungen zu haben und zugleich den Investor zu zwingen, mit möglichst wenig Grund auszukommen. Konkret ging es um einen Grundstreifen, der Greiwing als Erweiterungsoption dient.

Stadtrat Paul Kokott nannte es verständlich, dass ein Unternehmen angesichts der hohen Investitionssumme die Sicherheit mitkaufen will, eine Erweiterungsmöglichkeit zu haben. Auch Stadtrat Norbert Stadler zeigte Verständnis für das Unternehmen. Stadtrat Peter Schacherbauer sprach sich ebenfalls für ein positives Signal aus. Stadtrat Bernhard Harrer hielt nichts davon, in die Planung des Unternehmens eingreifen zu wollen. Was ökologische Auflagen betrifft, so nannte er eine Vorgabe, das Dach zu begrünen , lächerlich.

Einmal mehr kam die Sprache auf die Loxxess-Halle und deren durch niedrige Bauweise bedingten hohen Flächenbedarf. „Darüber haben wir nie verhandelt, das war eine Haiminger Entscheidung“, stellte der Bürgermeister klar. rw 

- Christian Konnerth