CSU: Zuversicht beim Salzachzentrum

Der Burghauser Anzeiger berichtet über die Jahreshauptversammlung der CSU Burghausen.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 30. April 2016

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Am 11. Juni feiert der Ortsverband 70-jähriges Bestehen

Burghausen. Die großen Themen, die die Welt derzeit bewegen, prägten auch die Jahreshauptversammlung der CSU Burghausen am Montag: Die Bekämpfung des Terrors war eines der Themen, die Vorsitzender Bernhard Harrer ansprach. Die Flüchtlingskrise und damit verbunden das große Engagement vieler Menschen – auch hier in Burghausen – war ein anderes. Zur Versammlung war auch Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner gekommen.

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Gut gefüllter Cura-Saal im Hotel Post: zu Gast war auch Ingrid Heckner (MdL und Kreisvorsitzende) (Fotos: Gerhard Hübner)

Angesichts der aktuell guten Umfragewerte der CSU in Bayern sieht Harrer seine Partei auf dem richtigen Weg. In Burghausen schielt die Partei schon ein wenig Richtung Wahljahr 2020: Das Ziel sei es, so Harrer, Stadtratsmandate dazuzugewinnen und einen Bürgermeisterkandidaten zu stellen. Doch Spekulationen, wer dafür in Frage kommen könnte, wollte niemand zulassen: Dies sei noch zu früh. Die aktuelle Hauptaufgabe sei klar. Die Gesichter der Burghauser CSU müssen bekannt werden. „Man wählt, wen man kennt“, pflichtete auch Norbert Stranzinger bei, Bürgermeisterkandidat im Wahljahr 2008.

Christian Konnerth berichtete von Ereignissen aus dem vergangenen Jahr. Dazu ging er das gut gefüllte Archiv der Internetseite des Ortsvereins durch, das stolze 204 Beiträge in diesem Jahr aufweisen kann. Informationen bekommen die CSUler in Burghausen auch durch das Informationsblatt „Der Burghauser“, das nach sieben Jahren Pause seit September 2015 wieder erscheint. Konnerth nannte beim Jahresrückblick die Fackelwanderung oder das Landesturnfest, bei dem die CSU die Betreuung der Unterkunft Pfarrzentrum übernommen hatte. Andrea Asenkerschbaumer gab auch Einblicke in die Arbeit der JU und deutete an, dass sich hier in naher Zukunft etwas ändern werde.

3. Bürgermeister Norbert Stranzinger sprach im Anschluss über die zentralen Themen aus der aktuellen Stadtpolitik. Ganz vorne mit dabei: Taurus und das Salzachzentrum. „Ich bin zuversichtlich, dass 2016 die kompletten Rahmenbedingungen geschaffen sind, damit ein Baubeginn 2017 erfolgen kann und eine Eröffnung des Einkaufszentrums 2018“, gab sich der 3. Bürgermeister hoffnungsvoll. Einwände, ein Einkaufszentrum sei in Zeiten des Online-Shoppings nicht mehr nötig, wies Stranzinger zurück: In einer Stadt wie Burghausen mit riesigem Potenzial an Käufern könne es nicht sein, dass man sich mit ein paar großen Supermärkten zufrieden gibt.

Stranzinger sprach in diesem Zusammenhang auch die Tiefgaragensituation an. Pläne zur Erweiterung der TG in der Marktler-Straße liegen auf Eis – und das sei gut so. In einem Einkaufszentrum könnte die Stadt Parkplätze anmieten, ebenso käme als günstigere Lösung ein Parkdeck am großen Bahnhofs-Parkplatz in Frage.

Positiv erwähnte Stranzinger den dreistreifigen Ausbau der B 20 zwischen Marktl und Burghausen. Beim Neubau der weiteren B 20 gehe es nicht um eine Ortsumfahrung, so Stranzinger, sondern um eine Verlängerung der Achse B 20. Er hoffe, dass Mehring keine Verzögerungstaktik fahre. Er sah die geplante Trasse zugleich als Chance für die Erweiterung eines Industriegebiets an Burghausens Außengrenzen und in Mehring (bei der Firma Buhlmann).

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Verabschiedeten Ertl: v.l. Christian Konnerth, Bernhard Harrer, Gerti Ertl mit Ehemann Peter Kattner-Ertl, Norbert Stranzinger, Andrea Asenkerschbaumer und Martin Unterstaller

Die Versammlung wählte Delegierte in die besondere Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl. Außerdem wurde Gertraud Ertl verabschiedet, die nach Mehring zieht und aus dem Stadtrat ausscheidet. Nachrücker ist Ortsvorsitzender Bernhard Harrer. Dieser gab auch noch einen Ausblick: Am 11. Juni soll es eine Feier zum 70-jährigen Gründungstag der CSU Burghausen geben – dort wo alles begonnen hat, im Kobler Weißbräu. cts 

- Christian Konnerth