Burghausen in Erinnerung behalten

CSU Stadträtin Gertraud Ertl wurde offiziell verabschiedet. Nach 6 Jahren im Burghauser Stadtrat zieht Gerti nach Mehring, um dort den elterlichen Bauernhof zu übernehmen und legt deshalb ihr Stadtratsmandat nieder.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 18. April 2016

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Verabschiedung der nach Mehring zurückkehrenden Stadträtin Gertraud Ertl

Burghausen. Bekannt ist schon länger, dass Gertraud Ertl aus dem Burghauser Stadtrat ausscheidet, nun hat dieser offiziell seine Zustimmung gegeben. Die CSU-Stadträtin zieht nach Mehring, um dort den elterlichen Bauernhof zu übernehmen und legt deshalb ihr Stadtratsmandat nieder.

Die 36-Jährige bedankte sich am Mittwochnachmittag für die Zusammenarbeit der letzten sechs Jahre. „Sich für die Bürger einzubringen ist eine tolle Arbeit“, sagte Ertl. Ihre Kollegen aus der CSU-Fraktion bedankten sich herzlich für ihre Arbeit. Engagiert und ideenreich nannte Paul Kokott Gertraud Ertl. Sie habe viele Dinge angestoßen in Burghausen. Bitter für die CSU: Durch ihren Weggang werde der Altersschnitt in der Fraktion rapide nach oben gehen, wie Kokott mit einem Schmunzeln anmerkte. Gertraud Ertl war bereits als mögliche Bürgermeister-Kandidatin der CSU gehandelt worden.

Dem Dank schlossen sich die anderen Stadträte an, und Dagmar Wasserrab brachte im Namen der Frauen im Stadtrat zum Ausdruck, dass es schade sei, wenn wieder eine Frau weniger im Gremium vertreten sei. Nachfolger von Gertraud Ertl im Stadtrat wird Bernhard Harrer.

Beim Festakt am Freitag in Raitenhaslach zur Ehrenbürgerverleihung an Prof. Wolfgang Herrmann würdigte Bürgermeister Hans Steindl auch die Stadtratsarbeit von Gertraud Ertl und überreichte ihr ein Bild von Burghausen. Das war insofern hintersinnig, als Steindl darauf anspielte, dass mit dem Ende der Stadtratsarbeit die politische Arbeit für Gertraud Ertl sicher noch nicht ganz aus sei. Ein gutes Verhältnis zur Nachbargemeinde ist Burghausen ja gerade wegen des Disputs zur Umgehung wichtig.

Steindl ging kurz auf die Arbeit Ertls im Hauptausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss und im BuWoG-Aufsichtsrat ein. Im Kreistag werde sie weiter aktiv sein. Wie schon Kokott im Stadtrat, bedauerte Steindl, dass mit Ertl „eines unserer jüngsten Stadtratsmitglieder ausscheidet“. Gertraud Ertl bedankte sich dafür, als erste Stadträtin in dem herrlichen Steinernen Saal verabschiedet zu werden. Mit Blick auf ihre Zukunft bestätigte sie Steindls Anspielung, weiter in der Kommunalpolitik mitmischen zu wollen.cts/rw 

- Christian Konnerth