Andrang auf Kindergarten-Plätze

Erster Bürgermeister Hans Steindl will zwei Hortgruppen a 25 Plätze schließen. Dagegen gab 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger zu bedenken, viele Berufstätige hätten sich auf das Hortangebot eingestellt und ihre Arbeitszeiten danach ausgerichtet. „Manche brauchen den Hort, um arbeiten zu können“, sagte er. Für Steindl zählt dagegen der „Elternwille“  nicht.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 12. November 2016

pnp_20161112_hortgruppen

ANDRANG AUF KINDERGARTEN-PLÄTZE: STEINDL WILL ZWEI HORTGRUPPEN IN KIGA-GRUPPEN UMWANDELN

In der Stadtratssitzung am Mittwoch kündigte Bürgermeister Hans Steindl im Rahmen der Information zur Schulsituation auch an, zwei der fünf Hortgruppen aufzulösen, wenn – wie erwartet – der Bedarf an Kindergartenplätzen weiter steigt. Der Bürgermeister sprach sich dagegen aus, weitere Kindergärten zu bauen. Stattdessen sollten Hortgruppen aufgelöst und an ihrer Stelle reguläre Kindergartenplätze eingerichtet werden. Die Hortplätze seien eine rein freiwillige Leistung der Stadt und stünden zudem in Konkurrenz zur Ganztagsschule, die vom Staat finanziert wird.

Dagegen gab 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger zu bedenken, viele Berufstätige hätten sich auf das Hortangebot eingestellt und ihre Arbeitszeiten danach ausgerichtet. „Manche brauchen den Hort, um arbeiten zu können“, sagte er. Stadtrat Norbert Englisch wies darauf hin, dass die offenen Ganztagsklassen der Schulen inzwischen auch eine Ferienbetreuung begonnen hätten.

In den fünf Hortgruppen werden rund 125 Kinder betreut, also je Gruppe 25. Den Verzicht auf zwei sah der Bürgermeister unproblematisch, weil Härtefälle wie von Stranzinger angeführt in den drei verbleibenden Gruppen einen Platz finden könnten. Steindl betonte zudem: „Aufgabe der Stadt ist es nicht zu sehen, wie der Elternwille am besten umgesetzt werden kann, sondern dafür zu sorgen, dass Kinder pädagogisch und sozialpädagogisch am besten betreut werden.rw 

- Christian Konnerth