Aigner-Bau stößt im Stadtrat auf einstimmigen Zuspruch

3. Bürgermeister Norbert Stranzinger wiederholte seine im Bauausschuss vorgebrachte Mahnung, es dürfe nicht am Ende so sein, dass an dieser Stelle neben der Klinik eine Wohnbebauung entstehe.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 14. November 2016

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Bedenken von Nachbarn wegen Wertminderung sind bei der Entscheidung kein Kriterium

Burghausen. Der Bauantrag von Prof. Karl Aigner für ein Patientenhaus plus Tagespflege auf der Wiese vor dem Pflegezentrum ZesS wurde in der vergangenen Stadtratssitzung ausgiebig besprochen, am Ende aber einstimmig genehmigt. Wie berichtet, will der Burghauser Krebsarzt im Anschluss an seine Medias-Privatklinik auf der Wiese vor dem ZesS ein Haus mit 20 Wohnungen und sechs Betten für Langzeitpflege und zusätzlich im Erdgeschoss eine externe Einheit mit 15 Plätzen für eine Tagespflege bauen, für die er einen Betreiber sucht. Die Tagespflege hielten die Stadträte für eine gute Einrichtung. Eine solche bestehe noch nicht in der Stadt und sie stehe folglich auch nicht in Konkurrenz zu bestehenden Pflegeplätzen.

Bürgermeister Hans Steindl informierte dazu, die Gespräche mit einem möglichen Betreiber der Tagesklinik seien erst am Anfang. Es sei somit noch nicht gesichert, dass die Nutzung auch tatsächlich so eingerichtet wird.
Der Bürgermeister machte zudem bekannt, dass Nachbarn eine Wertminderung ihrer Grundstücke durch diesen Bau erkennen. Dazu machte der Bürgermeister klar: „Werthaltigkeit berücksichtigen kann kein Kriterium einer städtischen Baugenehmigung sein.“ Die Wiese in diesem Bereich direkt an der Kreisklinik werde in jedem Fall bebaut „und in dieser wichtigen Lage kommt auch kein Bungalow hier in Betracht“.

3. Bürgermeister Norbert Stranzinger wiederholte seine im Bauausschuss vorgebrachte Mahnung, es dürfe nicht am Ende so sein, dass an dieser Stelle neben der Klinik eine Wohnbebauung entstehe.

Stadtrat Peter Schacherbauer sprach sich deshalb dafür aus, die Unterbringung etwa von personal zeitlich zu befristen. Stadtrat Nobert Stadler stellte vor allem das Positive heraus. „Professor Aigner ist ein Glücksfall für Burghausen.“ Seine Investitionen wirkten sich auch positiv auf die Kreisklinik aus. Für die Nachbarn zeigte Stadler kein Verständnis. Es sei doch klar, dass an dieser Stelle gesundheitliche Aspekte im Vordergrund stehen. Bürgermeister Steindl erinnerte, im Jahr 2011 habe Aigner das Grundstück gekauft. Im Jahr 2013 habe die Stadt dann den Bebauungsplan geändert und für die Wiese ein so genanntes „Boarding-Haus“ aufgenommen. Dabei handelt sich um einen Begriff aus der Industrie, wenn sie Wohnungen auf Zeit vermietet, etwa für Monteure oder Techniker.

Steindl wies zudem darauf hin, dass die Stadt hier am Krankenhaus ein weiteres Grundstück mit einem Altbau erwerben wolle.rw 

- Christian Konnerth