62 Bewerber für 8 Grundstücke

CSU Stadtrat und 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger fordert die Vergabekriterien für die Grundstückvergabe das nächste Mal im Vorfeld genau festzulegen.

Aus dem Burghauser Anzeiger vom 18. Juli 2015

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Sechs von ach Grundstücken an der Orffstraße sind bereits vergeben. − Foto: Schönstetter

Burghausen. Die Burghauser wollen mehr Grundstücke für Einfamilienhäuser: Diesen Schluss zog Bügermeister Hans Steindl in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Denn für das neue Baugebiet Robert-Koch-Straße/ Bachstraße/ Orffstraße mit acht großzügig bemessenen Grundstücken hatten sich 62 Bewerber gemeldet. Zwei Drittel der Bewerber waren Burghauser. Die Vergabe ist für sechs Grundstücke bereits erfolgt, es wurden Familien mit Kindern bevorzugt. Dritter Bürgermeister Norbert Stranzinger bat hier darum, Vergabekriterien das nächste Mal im Vorfeld genau festzulegen.

Anschließend wurde über mögliche weitere Baugebiete im Stadtbereich diskutiert. Bereits angelaufen ist die Planung an der Burgkirchener Straße/Ulrich-Schmid-Straße stadtauswärts, wo acht bis 16 Parzellen entstehen könnten. Zweite Bürgermeisterin Christa Seemann sprach sich dafür aus, das Gelände zwischen Bayerischer Alm und Campingplatz anzugehen. Bürgermeister Steindl wies jedoch darauf hin, dass dieses Gelände als ehemalige Deponie zuvor genau untersucht werden müsste. „Der Knackpunkt ist die Beschaffenheit des Untergrundes“, so Steindl. Bevor hier etwas geschieht, müsse der Boden auf Giftstoffe untersucht und Proben am Wöhrbach genommen werden.

Das Gelände wurde früher als Deponie genutzt, in die auch die Industrie Abfälle abgeladen hat. Stadtrat Norbert Stadler sprach er sich dafür aus, Lücken im Stadtgebiet aufzufüllen. Hier rannte er beim Bürgermeister offene Türen ein. Es gebe viele sehr große Grundstücke in der Neustadt, so Steindl, die geteilt werden könnten.

Was dem Bürgermeister nicht gefällt, sind Bauflächen, die jahrelang nicht genutzt werden. „Wir sind nicht dafür da, Baugenehmigungen auf Vorrat zu erteilen“, machte Steindl klar. Er möchte nach zehn Jahren die Baugenehmigungen widerrufen und die Bauflächen umwidmen.

- Christian Konnerth