Weder gewonnen noch verloren

Ortsvorsitzender Martin Lengfellner zieht Fazit zur Wahl
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Die Wahl ist gelaufen und man fragt sich, für was hat es diese Wahl gebraucht? Der neue Bürgermeister schaut dem alten zum verwechseln ähnlich. Dem neuen Stadtrat ist das „neu“ sehr schwer anzumerken. Darum ist es auch so, dass bei dieser Wahl kaum „Sieger“ oder „Verlierer“ auszumachen sind. Nimmt man das Ergebnis des Bürgermeisters ist es deutlich, aber dafür, dass es keinen Gegenkandidaten gab, nicht gut. Ich denke darüber könnte man länger diskutieren, muss man aber nicht. Der neue Bürgermeister heißt Hans Steindl. Wir als CSU Burghausen gratulieren aufrichtig zu dieser Wahl.

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Martin Lengfellner diskutiert mit Parteikollegen die ersten Hochrechnungen zur Stadtratswahl (Fotos: Hübner Gerhard)

Gewinner sind die Grünen und die Unabhängigen

Nimmt man die Sitzverteilung im Stadtrat, hat sich die CSU quasi rausgehalten. Gewinner sind die Grünen und die Unabhängigen mit je einem Sitz mehr. Demnach hat die SPD zwei Sitze verloren und ist damit der Verlierer bei der Wahl. Laut dem heutigen Bericht in der Presse hatte die SPD schon damit gerechnet. Das hat sich auch schon anders angehört und es ist zu hoffen, dass es die SPD Kandidaten tatsächlich so gut wegstecken, wie es sich in der Zeitung liest. Den gewählten Stadträten gratuliere ich hiermit im Namen der CSU Burghausen zur Wahl und wünsche ein gutes politisches Händchen für die nächsten sechs Jahre.

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Sind die Bürger so zufrieden oder so verdrossen?

Dieses Wahlergebnis lässt beide Interpretationen zu. Schade ist jedenfalls, dass die Wahlbeteiligung mit 49%  erschreckend niedrig ist. Es wäre zu einfach dafür den fehlenden Gegenkandidaten oder überhaupt die Kandidaten verantwortlich zu machen. Ohne einen Schuldigen ausmachen zu wollen, könnte die Presse durchaus mehr Interesse an den Kandidaten (am Menschen) zeigen.

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Die ersten Prognosen lassen darauf schließen, dass die CSU auf die SPD keinen Boden gut machen kann (Foto: Hübner)

Die Wochen des Wahlkampfes, oder der „Programmvorstellungswochen“ waren nicht sehr fruchtbar. Wenn man weiß wie viel Arbeit meist wenige investiert haben und dafür nicht belohnt wurden, ist das einfach traurig. Sicher werden sich alle politisch Aktiven sehr genau überlegen, was sie bei den nächsten Wahlen anders machen. Aber den Burghauser Bürgern sage ich vielen Dank dafür, dass Sie zur Wahl gegangen sind. Mein besonderer Dank gilt denen, die unsere Kandidaten gewählt haben. Es dürften ruhig ein wenig mehr sein. In sechs Jahren gibt es wieder die Gelegenheit dazu.

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Die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung sollte allen Parteien zu denken geben

Nun aber zur CSU Burghausen. Der Bericht in der Presse trifft die Stimmung in der CSU recht gut. In der Ortsvorstandschaft hat in den letzten Jahren eine Erneuerung stattgefunden. Wir haben eine ganze Reihe aktiver, junger Mitglieder. Diese Mitglieder haben wir mit durchaus guten Listenplätzen aufgestellt, damit sie im Rennen um die Stadtratssitze eine Chance haben. Es hat sich aber gezeigt, dass ein guter Listenplatz nicht ausreicht. Die Kommunalwahl ist eine Persönlichkeitswahl. Was sticht, ist der Bekanntheitsgrad, den die neuen Kandidaten überwiegend nicht haben.

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Die CSU-Stadträte wurden fast vollständig im Amt bestätigt (Foto: Hübner)

Wir konnten keine jüngeren Kandidaten im Stadtrat unterbringen

Darum ist es gekommen, wie es kommen musste. Wir konnten keine jüngeren Kandidaten im Stadtrat unterbringen und die Anzahl unserer Sitze nicht vermehren. In den nächsten Tagen werden wir uns die Frage stellen müssen, ob der eingeschlagene Weg der richtige war. Ich denke schon, auch wenn die jüngeren Kandidaten jetzt eine teilweise schmerzliche Erfahrung machen mussten. Sollten sie in sechs Jahren wieder antreten, sind die Chancen sicher besser. Wie im Wahlkampf dargestellt und nun auch vom Bürgermeister offen ausgesprochen steuert Burghausen 2020 auf einen großen Umbruch zu. Gerne hätten wir von der CSU diesen Umbruch mit einer teilweisen Erneuerung bei dieser Wahl abgefedert. Für die Stadt wäre es sicher besser gewesen.

Wir hoffen auch in sechs Jahren wieder auf „Die beste Wahl für Burghausen„. Mit welcher Mischung wir dann antreten werden? Hoffentlich mit der, die dann gebraucht wird.

Mit den besten Grüßen,
Martin Lengfellner

- Christian Konnerth