Facebook-Betrug: Ertl rät Geschädigten zu Anzeige

Ausgerechnet während ihres Urlaubs wurde CSU Stadträtin Getraud Ertl Opfer des Facebook-Betrugs per Profil-Fake. Das Wochenblatt brachte dazu einen großen Bericht. Nun schildert Gerti die Facebook-Überraschung aus ihrer Sicht und rät den Geschädigten zur Anzeige.

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Mein diesjähriges Urlaubserlebnis – von Getraud Ertl

Kaum vom Sommerurlaub zu Hause, bekam ich eine Menge SMS auf mein Handy und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, sowie E-Mails von Freunden.

Was war passiert?

Mein Facebook-Profil wurde kopiert, mit meinen Fotos und Beiträgen versehen und unter meinem (gefälschten) Namen wurden nun an meine Freunde nochmalige Freundschaftsanfragen verschickt. Allerdings unter „Gertraud Ertll“, ein zweites „l“ wurde meinem Nachnamen einfach angefügt. Wurde diese Anfrage bestätigt, bekam derjenige eine persönliche Nachricht mit dem Inhalt, die Handynummer anzugeben. Kann ja gut sein, dass die Gerti diese noch nicht hat oder eben schnell braucht, sozusagen.

Wurde dies tatsächlich getan, bekam man eine weitere Nachricht, allerdings nun als SMS auf das eigene Handy mit einer Zahlungsaufforderung des Internet-Bezahldienstes „paypal“ über 29,99 €. Als nächstes wollte der Betrüger den Code, der ebenfalls mit der vorherigen SMS übermittelt wurde. Hätte man diesen Code dem facebook-Betrüger mitgeteilt, wären tatsächlich 29,99 € vom eigenen Konto abgebucht worden.

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Der Bericht von Mike Schmitzer aus dem Wochenblatt

Was sollte man tun, wenn man betroffen ist?

Mit dem gefälschten Facebook-Profil war schnell Schluss, denn einige meiner Freunde hatten diesen Vorfall sofort den Betreibern des sozialen Netzwerks gemeldet und das gefälschte Profil wurde umgehend wieder gelöscht.

Solltet Ihr in die gleiche Situation kommen wie ich und bemerken, dass euer Facebook-Profil gehackt wurde, dann bitte sofort an Facebook wenden! Eine Anzeige bei der Polizei, die auch ich durchführen wollte, hat keinen Erfolg da man nicht wirklich geschädigt wurde und somit jegliche Rechtsgrundlage fehlt. Allerdings sollten diejenigen Personen, die leider auf diese Gaunereien reinfallen, umgehend eine Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten. Mir wurde versichert, in Traunstein gibt es eine Sondergruppe, die aufgrund solcher Anzeigen tätig wird und für jeden Hinweis, auch wenn die Anzeige gegen „unbekannt“ erstattet wird, dankbar ist.

In meinem Facebook-Profil habe ich zum eigenen Schutz sogleich unter „Privatsphäre-Verknüpfungen“ bei „wer kann mich kontaktieren?“ in Bezug auf Freundschaftsanfragen die Einstellung „Freunde von Freunden“ aktiviert.

Ich hoffe, Ihr kommt diesen Betrügern nicht in die Finger und ich freue mich auf die nächsten Beiträge auf meiner echten Facebook-Seite, Eure Gerti

- Christian Konnerth